|
Reitender Junge am Strand - dickes Pferd
© VG Bild-Kunst, Bonn 2001
1903
Öl auf Pappe, 63 x 70 cm
Bez. rechts unten: M Liebermann 1903
Rückseite: rechts oben am Keilrahmen ein Aufkleber der Firma Cassirer: "M. Liebermann, Reitender Junge am Strande, No.: 1659".
Prov.: Max Liebermann, Berlin (verkauft am 12.10.1911 an Paul Cassirer); Paul Cassirer, Berlin (PC Nr. 9333 und 1659, 1911-1917); Hugo Helbing, München (erworben am 4.9.1917 bei P. Cassirer); Privatbesitz, vermutlich Dr. Goldschmidt; Hugo Helbing, München (Juni 1929, eingeliefert v. Dr. Goldschmidt, bei 4200 M nicht verkauft); Privatbesitz, Düsseldorf (bis 1992); Armin Jockels, Düsseldorf (bis 10.7.92); Privatsammlung Berlin-Wannsee (seit 10.7.92); 10/93 erworben von der Kunstkreis Berlin GbR.
Ausst.: Auktion bei Hugo Helbing, München 11.6. u. 12.6.1929, Nr. 125, Abb. Taf. 3 (dort falsch auf "1913" datiert); Cannes, La Malmaison 1996, Farbabb. i. Kat. S.13; Lutherstadt Wittenberg, Cranach-Galerie 1996, Farbabb. i. Kat. S.13; Nicht besser, nicht schlechter - einfach nur anders - Max Liebermanns Werke 1900 - 1918, Jüdisches Museum Wien, 1997 - 1998, ganzseitige Farbabb. i. K. S. 127
Lit.: Erich Hancke 1914 (1), S. 540 (Werkkatalog), Abb. S. 419, Hancke 1923 (2), Abb. S. 419; M. Eberle, Werkverzeichnis (2), München 1995, Nr. 1903/6, S. 612-613.
Es liegt eine Expertise von Prof. Imiela, Mainz v. 4.7.1992 vor.
Ein Knabe lenkt in leichter Schrägstellung gegen die Bildfläche einen mächtigen Gaul, vermutlich ein Arbeitspferd, durch das seichte Wasser der Brandung. Die dunkle Silhouette von Pferd und Reiter hebt sich scharf von der blaugrünen See und ihren weißen Schaumkronen ab. Im bewegten Wasser verfließen blaue und orangefarbene Reflexe. Dem Motiv fehlt ebenso wie dem gleichzeitig gemalten "Jungen auf Pferd" (Eberle, Werkverzeichnis, Nr. 1903/6) auffällig die Eleganz anderer Bilder dieser Zeit. Neben den atmosphärischen und malerischen Werten könnte den Maler in diesem und dem nachfolgenden Bild interessiert haben, wie selbstverständlich ein Kind das große Tier und die Elemente meistert.(Eberle, Bd.II, S.612-613)
|