Kunstkreis Berlin









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Badende


© VG Bild-Kunst, Bonn 2001 

1924

Lithographie, 32,5 x 24 cm

Bez. links unten: MLiebermann

Prov.: Gemäldegalerie v. Vertes, München; Privatsammlung Berlin-Wannsee (bis 1993); 10/1993 Kunstkreis Berlin GbR.

Ausst.: Cannes, La Malmaison 1996; Lutherstadt Wittenberg, Cranach-Galerie 1996.

Lit.: Achenbach ("Frauenkopf"), Nr.115.

Diese Lithographie gehört zu einer Mappe von 9 Steinzeichnungen, Bruno Cassirer, Berlin 1926.

Etwas vorgestreckt, im Profil nach rechts. Die Dargestellte trägt einen Haarknoten, der vom linken Bildrand überschnitten wird. Das Haar fällt ihr locker in die Stirn. Die Lider sind gesenkt. Die Frau hat eine schmale, gebogene Nase.

  1. Drucke vor der Aufl.:

Ex. auf Chinapapier, signiert rechts unten, aus der Sammlung Dr. H. Stinnes (l.u. Sammlerstempel: HS ligiert), beschr. mit Tintenblei: 1. Zustand vor Ergänzung des Knotens. Br. C. II. 929. 60,-, bei Kornfeld und Klipstein, Bern.

Ex. auf geripptem Büttenpapier im Kupferstichkabinett, Berlin, Inv.Nr. 435-1923.

  1. Die Drucke der Aufl.

Die von Stinnes angenommene Unterscheidung zweier Zustände (siehe Beschreibung des unter a. genannten Blattes) trifft nicht zu.

Abb. Ostwald, S.418 (dort irrtümlich als Radierung bezeichnet).

Die Lithographie wird meist als das Porträt der Schauspielerin Tilla Durieux, der geschiedenen Frau Paul Cassirers gedeutet. Vergleicht man jedoch das Profil der Dargestellten mit Photographien nach der Schauspielerin, so zeigt gerade der Bau der Nase grundsätzliche Unterschiede. Wahrscheinlicher scheint mir eine Deutung auf Lola Leder, die laut eigener späterer Aussagen häufig von Liebermann porträtiert wurde. "Max Liebermann hat mich neunmal gemalt in den Jahren 1919 bis 1922, außerdem gibt es noch Lithos, Radierungen und zahlreiche Zeichnungen". (H.J.Imiela. Die Porträts Lovis Corinths. Phil. Diss. Mainz 1955, Kat. Nr. 225, K. 122). David Lederer, der Gatte Lolas, war ein guter Bekannter Liebermanns. Ostwald bildet zwei Frontalbildnisse der Frau, ein Gemälde von 1921 und eine Kreidestudie aus dem Jahre 1922 ab (S. 416/17). Soweit man nach den verschiedenen Ansichten beurteilen kann, scheinen mir Ähnlichkeiten in den Gesichtszügen und in der Frisur zu bestehen. (Achenbach)